Sachverständiger für Bautenschutz (Feuchtigkeit und Bauwerksrisse) des DHBV
Bauwerksabdichtung
Bauwerksabdichtung bezeichnet das Abdichten eines Bauwerks gegen Feuchtigkeit.
Dazu zählen alle Maßnahmen, die deren schädigenden Einfluss auf die Bausubstanz und die Nutzbarkeit verhindern sollen. Umgangssprachlich wird dabei vereinzelt auch von Isolierung gesprochen,
fachsprachlich korrekt in Deutschland allerdings von Abdichtung.
Bauwerksabdichtung bezeichnet nicht die Wärmedämmung von Gebäuden,
steht mit dieser im Rahmen von Baukonstruktion und Bauphysik jedoch in engem Zusammenhang.
Wasserdichte Rohrdurchführungen
Die neuartige Vorrichtung zum Abdichten einer durch eine Bauwerkswand hindurchgeführten Rohrleitung soll Hochwasserschäden an Häusern verhindern.
Die Vorrichtung ist DIN-gerecht, wartungsfrei und kostengünstig. Wenn Sie sich für diese Art der Rohrdurchführung entscheiden, sparen Sie nicht nur Geld, sondern auch Ärger.
Mit dem Modell präsentieren die Partner ihre Erfindung auch auf Messen: Rudolf Zindler, Carsten Iwan und Hans-Joachim Kietz (v.l.)
So wurde Ende Januar 2003 die Idee der neuen Vorrichtung geboren. Das Prinzip ist simpel: Die Rohrdurchführung besteht aus zwei ineinander geschobenen Faserbetonrohren unterschiedlichen Durchmessers, die mit einem Epoxidharz auf der ganzen Länge fest miteinander verklebt werden.
So wird die Wasserundurchlässigkeit der Rohrdurchführung gesichert. Zum einem dadurch, dass zwei Rohre verwendet werden, die ein doppelwandiges System bilden. Zum anderen durch das Epoxidharz, das die ganze Vorrichtung zu sätzlich abdichtet. Die Flansche der beiden Rohre, die sich an der Wand fixieren, sitzen dabei parallel auf der Bauwerkswand auf. So ist die Formschlüssigkeit der Rohrdurchführung mit der Wand garantiert, und die Konstruktion ist fest verankert. Im Innenrohr gibt es zusätzlich eine handelsübliche Losflanschkonstruktion, die das Rohr, das durch die Wand führen soll, fixiert und abdichtet.

Die Firma Dipl.-Ing. Hans-Joachim Kietz, übernimmt den Vertrieb der Konstruktion (KMB DFD200), die auch in einer Prüfung die Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen (MFPA) Leipzig überzeugen konnte. Zwei Wochen lang hielt die Konstruktion einem Druck vergleichbar mit der Wassermasse eines 7,5 Meter hohen Staudamms stand. Damit hat die Prüfung gezeigt, dass die Vorrichtung zweieinhalbmal so gut ist wie nötig.